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PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG: WANN IST EIN WECHSEL MÖGLICH UND WIE HOCH SIND DIE BEITRÄGE?

29.10.2013

Zunächst gilt in Deutschland die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Doch unter welchen Voraussetzungen kann ein Wechsel in die private Krankenversicherung erfolgen? Und wie hoch sind die Beiträge?

Welche Voraussetzungen müssen für eine Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung erfüllt sein?

Für die private Krankenversicherung können sich Arbeitnehmer entscheiden, deren Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze bzw. der Versicherungspflichtgrenze liegt. Für das kommende Jahr 2014 liegt diese Grenze voraussichtlich bei einem Jahres-Brutto-Einkommen von 53.550,00 €. Über dieser Grenze ist der Arbeitnehmer von der sogenannten Versicherungspflicht ausgenommen und kann entscheiden, ob er sich in der privaten Krankenversicherung oder weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert.

Beamte, Selbständige und Freiberufler sind ebenfalls von der Versicherungspflicht ausgenommen und können sich demnach einkommensunabhängig für die private Krankenversicherung entscheiden.



Wie hoch ist der monatliche Beitrag in der privaten Krankenversicherung?

Der Beitrag für die private Krankenversicherung wird im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung unabhängig vom Einkommen erhoben. Vielmehr richtet sich der Beitrag nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen. Bis Ende 2012 wurden Beiträge auch nach dem jeweiligen Geschlecht berechnet. Seit Einführung der sogenannten Unisex-Tarife gelten für Männer und Frauen die gleichen Berechnungsgrundlagen. Bei der privaten Krankenversicherung kann der Leistungsumfang in der Regel aus verschiedenen Bausteinen gewählt werden. Dieser hat einen erheblichen Anteil an der Kalkulation des Beitrages. Entscheidet man sich zum Beispiel für den Baustein „1-Bett-Zimmer“ und „Chefarztbehandlung“ muss man mit höheren Beiträgen rechnen.


Bleibt denn der Beitrag in der privaten Krankenversicherung immer gleich?

Nein, der Beitrag unterliegt verschiedensten Faktoren, die zu einer Beitragsveränderung führen können. Ausschlaggebend hierfür können u.a. allgemeine Kostensteigerungen der Versicherer, Veränderungen der Zinsen und Erträge am Kapitalmarkt, medizinischer Fortschritt oder auch eine erhöhte Belastung innerhalb des Tarifes sein. Damit die Beiträge im Alter, speziell auch ab Rentenbeginn, weiterhin bezahlbar bleiben, werden bei einer privaten Krankenversicherung von Anfang an Rückstellungen gebildet, die zu Rentenbeginn den Beitrag wiederum senken. Ferner bieten die meisten Krankenversicherungen auch Ergänzungs-Tarife an, die zusätzlich zu den Rückstellungen nochmals eine Beitragsreduzierung garantieren.



Fazit

Die private Krankenversicherung ist für die oben genannten Zielgruppen höchst interessant. Gerade in jungen Jahren sind die Beiträge im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung sehr niedrig. Als Arbeitnehmer erhält man zudem noch einen Zuschuss des Arbeitgebers.

Die Tarifgestaltung einer privaten Krankenversicherung ist sehr individuell auf die Situation der Person zugeschnitten und damit kein Produkt „von der Stange“.


Kategorie: Versicherungen • Schlagworte: Krankenversicherung, Versicherung
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